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St. Georgen

Orgel Georgen 1

Orgel Georgen 2

Orgel Georgen 3

 

Im Moment ist die Orgel wegen der Bauarbeiten in der Kirche eingehaust und daher nicht spielbar. Nach aktuellem Stand wird kann sie Ende Herbst diesen Jahres wieder spielbar gemacht werden. Dies hängt jedoch vom Ende der Baumaßnahmen im Kirchenschiff ab. Aufgrund von Schimmelbefall muss außerdem ein zusätzlicher Windkanal gelegt werden. Der Beginn dieser Maßnahme liegt frühestens im Januar 2021. Dann erst können auch wieder die großen Pedalpfeifen eingesetzt und die Orgel neu intoniert werden.

Sie können die Restaurierung dieses wertvollen Denkmals unterstützen. Jeder kleine Betrag hilft.

 

Diposition der Friese-Orgel

I. Manual, Hauptwerk / C-f3, mechanische Schleifladen

 


1.

Bordun

 

16′

2. Principal   8’
3. Doppelflöte   8’
4. Gamba   8’
5. Gemshorn   8’
6. Octave   4’
7. Spitzflöte   4’
8. Quinte   2 2/3’
9. Octave   2’
10. Mixtur 5fach (Rekonstruktion)    
11. Trompete   8’

 

II. Manual, Oberwerk (Schwellwerk) / C-f3,

mechanische Schleiflade


12. Lieblichgedackt  

16′

13. Geigenprincipal   8′
14. Salicional   8’
15. Lieblichgedackt   8’
16. Octave   4’
17. Rohrflöte   4’
18. Octave   2’
19. Oboe (Rekonstruktion)   8’

 

 

Pedal / C-d1, mechanische Schleifladen


20. Principalbaß  

16′

21. Subbass   16′
22. Principal   8’
23. Violoncell (Rückführung)   8’
24. Bassflöte   8’
25. Posaune   16’

Pedalkoppel I-P

Manualkoppel II-I

 

Sperrventil Hauptwerk

Sperrventil Oberwerk

Sperrventil Pedal

Calcant

Evacuant


Die Orgel in der St-Georgen-Kirche stammt von Friedrich Friese und wurde 1871 erbaut. Sie steht auf der Westempore

Das Gehäuse in neugotischen Formen besitzt zwei große seitliche Pfeifenfelder, ein horizontal geteiltes Mittelfeld mit Principal 8’ (OW) und darunter befindlichen kleinen Pfeifen sowie zwei Mittelfeldern mit zwei übereinanderstehenden Pfeifenfeldern. Flankiert wird der hohe Giebel des Mittelfeldes durch Prospektflächen, die den Schwellkasten verdecken. Die Anordnung der Pfeifenfelder, schräge Linienführung der kleinen Pfeifenflächen und Ornamente im kleinen Mittelfeld erinnern an das Gestaltungsprinzip barocker Orgeln.

 

Der Spielschrank ist zentral angelegt mit beiderseitigen Registerstaffeln. Hinter der Prospektfront liegen die beiden Windladen des Hauptwerkes und darüber die des Oberwerkes im Schwellkasten. Die Manualtraktur führt ohne Wellenbrett über eine Strahlenmechanik und Messingwinkel zu den Windladen.

 

Die Jalousien des Schwellwerkes sind nur in der Auf- oder Zu-Stellung mittels Fußtrittes zu arretieren. Beide Pedalladen liegen vor der Rückwand der Orgel. Im Turm befindet sich die Balganlage, bestehend aus zwei miteinander verbundenen Magazinbälgen mit darunter angebrachter Schöpfanlage aus zwei Keilbälgen. Zwei kleine Druckausgleichbälge befinden sich in der Orgel.

 

1925 wurde beanstandet, dass die Orgel zu hoch gestimmt sei. Marcus Runge änderte die Stimmhöhe, indem er die Klaviaturen nach links verschob, die Traktur also auf die nächsthöhere Taste umhängte, und für die freie Taste C pneumatische Zusatzladen und neue Pfeifen baute. 1955 wurde durch Barnim Grüneberg, Greifswald, Violon 8’ zu einem Choralbass 4’ gekürzt. Das Schwellwerk wurde geöffnet, der Fußtritt entfernt. Im Zusammenhang mit einer Generalüberholung durch Firma Jehmlich 1961 wurde die Mixtur völlig erneuert, an den Platz der Oboe 8’ eine Cimbel 3fach und auf den Zusatzstock der Aeoline 8’ ein Larigot 1 1/3’ gestellt. Durch W. Nußbücker wurde später der Zusatzton C mechanisiert. 2000/2001 erfolgte die Restaurierung der Orgel auf den Zustand der Erbauungszeit durch die Firmen Wegscheider (Dresden) und Arnold (Plau).


 

Disposition der kleinen Orgel von Sauer/Arnold

1. Manual


Holzgedackt 8'

Rohrflöte 4'

Prinzipal 2'

Prinzipal 4'

Pedal


Subbass 16'